Zutrittskontroll-App auf dem Smartphone?

Zutrittskontrolle als App
Fast Jeder nutzt heutzutage ein Smartphone. Smartphone-Apps haben sich gleichermaßen verbreitet, sowohl im privaten als auch im professionellen Kontext. In diesem Zusammenhang nimmt auch die Diskussion zu, ob Smartphone-Apps nicht auch für Zutrittskontrollen verwendet werden könnten. Technisch ist dies längst möglich, mit der sogenannten Near Field Communication (NFC). Damit könnten Firmenausweise oder Transponder als Medium ersetzt werden und sehr flexible Systeme ermöglichen. Aber wird sich dieser Trend in Zukunft auch im professionellen Kontext durchsetzen?

Near-Field-Communication (NFC): Wie funktioniert die Zutrittskontroll-App?

Die Zutrittskontroll-App auf dem Mobiltelefon könnte über NFC funktionieren. NFC ist ein internationaler Standard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurz Strecken (bis ca. 10 cm). Somit könnte das Handy über eine App eine Zutrittskontrollkarte simulieren, die entsprechenden Daten würden über NFC an den Zutrittsleser übergeben. Dieser könnte dann die Berechtigung prüfen.

Zutrittskontroll-App: Ist der Markt reif?

Die Technologie NFC ist schon seit geraumer Zeit auf dem Markt. Dennoch sind Anwendungen dafür bislang noch nicht weit verbreitet. Im Bereich Micropayment gibt es einige Ansätze (z. B. AMEX) im Bereich NFC und auch Ticketing im öffentlichen Nah- und Fernverkehr gibt es auf dem Markt. Bislang verfügten nur wenige Mobiltelefone über die NFC-Technologie. Dies soll sich aber in Zukunft ändern. Im nächsten Jahr kommt eine Vielzahl an Mobiltelefonen mit NFC-Modul auf den Markt. Es spricht also einiges dafür, das der Markt in der Tat reif ist.

Zutrittskontroll-App: Technische Vorteile

Die Vorteile der Zutrittskontroll-App liegen auf der Hand: Zunächst müsste der Nutzer keinen extra Firmenausweis mehr erhalten und mit sich führen, sondern könnte berechtigte Zutritte bequem über sein Mobiltelefon erhalten — dieses trägt er sowiso bei sich. Zudem könnte das Handy über die Mobilfunknetze direkt mit der zentralen Serversoftware kommunizieren. Besonders bei elektronischen Schließsystemen ist es heute eine Herausforderung, Rechteänderungen an die Tür zu bekommen. Dies erfolgt oft aufwändig über ein Network on Card System an einem Online Leser. Mit Nutzung des Handynetzes wäre dies kein Problem mehr. Rechteänderungen wären sofort auf dem Mobiltelefon wirksam.

Vorsichtige Prognosen

Die Prognosen in der Industrie sind vorsichtig. NFC könnte ein neuer Trend sein, doch andere Trends sind in der Vergangenheit schnell vom Markt verschwunden. Die Frage nach der Sicherheit ist nicht abschließend geklärt (zum Beispiel bei Handyverlust). Hier ist zum Beispiel Biometrie überlegen. Die Akzeptanz der Nutzer und die Komplexität der Implementierung ist nicht ausgetestet. Ein Hersteller müsste zum Beispiel eine Vielzahl von Handytypen unterstützen. Für Nutzer ohne Smartphone müsste eine Parallelinfrastruktur in den Unternehmen bestehen. Dies wirkt sich auf die Kosten aus. Wir dürfen also gespannt bleiben, was die Umsetzung der Zutrittskontroll-App im Markt angeht. Aber wir sollten das Thema in den Augen behalten!

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