Sicherheits Trends 2013

Am 3. und 4. Juli 2013 fand in München die renommierte jährliche Sicherheitsexpo statt. Die Themen reichten von Bankensicherheit, Brandschutz, Freilandsicherheit, Gebäudesicherheit über Gefahrenmeldetechnik und KFZ-Sicherheitssysteme bis hin zu IT-Kommunikationssicherheit und Videotechnik. Trotz der ca. 120 nationalen und internationalen Aussteller und zahlreicher Besucher wirkte die Messe doch sehr familiär. An den Ständen fanden angeregte Gespräche statt und es blieb Zeit, das ein oder andere Thema auch in Tiefe zu diskutieren. Natürlich präsentierten die Aussteller auch Ihre neuen Produkte. Einige Trends ließen sich ablesen.

Biometrie: Handvenenscanner als neues Medium

Schon vor mehr als 10 Jahren war das Thema Biometrie in aller Munde und wurde als die Zukunft der Identifizierung zelebriert. Doch die erwartete rasante Verbreitung von Fingerprint & co blieb aus. Selbst heute findet Biometrie oft nur in speziellen Sicherheitsbereichen Anwendung. Grund ist einerseits die Resistenz von Nutzern und Betriebsräten. Denn sensible Daten — oder ein Abbild davon — werden zur Identifizierung gespeichert. Andrerseits ist der Rollout Prozess für Unternehmen aufwändig. So müssen biometrische Daten von jedem einelnen Nutzer an Ort und Stelle eingelernt werden. Zu guter Letzt wird auch die Sicherheit und Robustheit durch Fälschungen und technischen Schwierigkeiten immer wieder diskutiert. Handvenenscanner sollen zumindest einigen dieser Bedenken entgegentreten: Einerseits sind Handvenenscanner berührungslos abbildbar. Die Hemmschwelle für den Nutzer sinkt und Fälschungen sind nur sehr schwer möglich. Bei guter Technologie sind Handvenenscanner auch Kälte- und Hitzeresistent und eignen sich somit für verschiedene Witterungsbedingungen. Für spezielle Anforderungen sind Handvenenscanner sicher eine gute Lösung. Es bleibt aber abzuwarten, ob Biometrie an sich dadurch verbreiteter genutzt wird.

Schließsysteme Wireless: Nur ein Trend oder robuste Technologie?

Elektronische Schließsysteme sind etabliert am Markt. Traditionell galten sie als Alternative zu den Online Zutrittskontrollsystemen. Leichter und ohne Kabelung zu montieren waren sie einerseits kostengünstiger. Im Gegenzug mussten Rechte einzeln an den Türen vergeben werden — große Installationen waren somit nicht wirtschaftlich sinnvoll. Über diverse Technologien (z. B. Network on Card) wurden beide Systeme verbunden. Nun ist auch bei immer mehr Anbietern eine kabellose Vernetzung dieser elektronischen Beschläge über Wireless Teil des Produktportfolios. Die Technologie bietet eine Vielzahl von Vorteilen: Rechte können ohne Zeitverzögerung direkt auf die Beschläge gesendet werden. Im Brandfall oder bei einem Amoklauf können so Notfallmaßnahmen wie durchgehende Türöffnung implementiert werden. Allerdings hängt die Zuverlässigkeit der Technologie stark von den räumlichen Gegebenheiten ab. Metallische Umgebungen, wie zum Beispiel in Werkshallen oder Krankenhäusern können die Signale ablenken und zu Übertragungsfehlern führen. In den nächsten Jahren werden die Technologien immer weiter entwickelt werden. Wir sind gespannt, ob die Wireless Technologie für Schließsysteme einen festen Platz in der Sicherheitstechnik einnehmen wird.

Design: Sicherheit muss gut aussehen

Erstaunlicherweise findet man auf der Sicherheitsexpo nicht nur technische Neuerungen. Sicherheit muss zunehmend schön aussehen. Von Architekten aufwändig gestaltete Firmengebäude sollen auch bei der Sicherheit keine Abstriche machen. Viele Hersteller, zum Beispiel von Zutritsskontrollsystemen, elektronischen Schließsystemen oder Schlüsseltresoren, stellen neu gestaltete Produkte in den Vordergrund. Da werden wir in den nächsten Jahren sicher noch einige Überraschungen erleben!

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